Lichtenhagen, Heidenau, Köthen – so stacheln Neonazis rassistische Stimmungen an

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David Köckert steht am Sonntagabend in einem Kreis aus Demonstranten. Etwa 2500 Menschen haben sich in der kleinen Stadt Köthen in Sachsen-Anhalt zu einem "Trauermarsch" versammelt. Einige Stunden zuvor war ein junger Mann nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung gestorben. Zwei Afghanen sitzen in U-Haft. 

 "Es ist ein Rassenkrieg gegen das deutsche Volk, was hier passiert", ruft Köckert ins Mikrofon. Er hat sich an diesem Abend ein schlichtes Jacket angezogen. Doch nicht nur seine aggressive Rede, auch das Tattoo auf seinem Gesicht verraten die neonazistische Gesinnung des Mannes. 

Er hat dort eine "Schwarze Sonne" tätowiert, ein Symbol mit direktem Bezug zur SS der Nazis. Köckert ist kein trauernder Köthener. Er ist einer von mehreren angereisten Strippenziehern der rechtsextremen Szene, die versuchen, die Stimmung in der Kleinstadt aufzuheizen.

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