Wie rechte Alternativmedien aus Angst Geld machen – und ganz nebenbei diesen Mann erfinden

Veröffentlicht bei watson.

Rechte und verschwörungstheoretische Seiten bewerben die "Capitol Post", ein angebliches Enthüllungsmagazin, das einen Blick "hinter die Kulissen der Mächtigen" verspricht. Die Verkaufstaktik: Ängste schüren. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System voller Lügen. 

 Sie nennen sich "Journalistenwatch", "Freie-Presse.net", oder "Watergate.tv". Für viele, die im Internet und auf der Straße gegen die angebliche "Lügenpresse" demonstrieren, sind sie bevorzugte Informationsquellen. Ob ihre Artikel wirklich wahr sind? Oft Nebensache. Es geht viel mehr darum, wie gut sie ins Weltbild passen. Das ist schnell umrissen: Wir werden bedroht. Von denen da oben und von denen da draußen. Von Politikern, Geheimbünden und Weltverschwörern. Von Muslimen und Geflüchteten. Überall lauern Gefahren. Und so viel ist klar: Eine große Katastrophe kommt auf uns zu.

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